black sand above us – 2022
Performance, Rauminstallation, Fotografie, Inkjet-Print kaschiert auf Alu-Dibond, 90 x 60 cm
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„Ein blau ausgekleideter Raum, fast leer bis auf die ebenso blauen Rohre, die an solche aus unserem gängigen Stadtbild erinnern. Wir sehen von oben hinein. Im Raum befinden sich außerdem noch drei Figuren: Zwei Tänzerinnen und die Fotografin. Sie bewegen sich, scheinbar, intuitiv, miteinander im Raum, sie berühren und umfassen sich und driften wieder auseinander. Immer dabei und aus einer anderen Perspektive beobachtend, ist die Kamera und die Person dahinter – nicht verborgen wie gewohnt – sondern sich selbst bewusst unserem Blick aussetzend. Nach Abschluss der Choreografie, wird der Einlass in diesen Raum gewährt und wir sehen die Bilder auf Augenhöhe an der Wand hängen und erleben ein Moment der Irritation. Es sind jene Szenen aus der gerade bezeugten Performance, wie aus der Zeit gerissen erscheinen sie plötzlich als stilles Abbild des Tanzes, Fragmente der jüngsten Vergangenheit. Nur die Fotografin ist hier nicht auf dem Bild – oder doch?“ – Esra Klein
»black sand above us« setzt sich aus mehreren Elementen zusammen: Fotografie, Performance und einem eigens erbauten Raum, durch den sich Rohr-Skulpturen winden. Die Bögen und Kurven der Rohre finden sich in den Bewegungen der Tänzerinnen wieder und eröffnen den Betrachtenden die Wechselbeziehung zwischen dem menschlichen Körper und dessen Umgebung. Die Künstlerin selbst ist mit ihrer Kamera Teil der Performance, die für den Blickwinkel der Kamera choreografiert wurde. Der Performative Akt ist hierbei nicht länger an den kurzen Moment vor der Kamera gebunden, der nur in einer zweidimensionalen Form fortbesteht – er dient nicht länger nur als Werkzeug für die inszenierte Fotografie, sondern tritt vielmehr aus diesem Rahmen heraus und wird zum eigenständigen Bestandteil der Arbeit. Laura Brichta macht den performativen Prozess der inszenierten Fotografie sichtbar, und gewährt den Betrachtenden einen tiefen Einblick in ihre Arbeitsweise.
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